SPD Baden-Württemberg

 

Zwischenbilanz der grün-roten Landesregierung

Andreas Stoch: Mehr Bildungsgerechtigkeit und bessere Bildungserfolge

Mehr Bildungsgerechtigkeit und bessere Bildungserfolge: Das sind unsere wichtigsten bildungspolitischen Ziele. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass der Bildungserfolg junger Menschen in Baden-Württemberg noch immer stark von der sozialen Herkunft abhängt. Wir wollen die Chancen für jedes Mädchen und jeden Jungen verbessern, den jeweils bestmöglichen Bildungsabschluss zu erreichen. Deshalb werden wir die frühkindliche Bildung, die individuelle Förderung, die Gemeinschaftsschulen und die Ganztagsschulen ausbauen. Damit schaffen wir es auch, dass die Schulen des Landes noch besser werden.

Frühkindliche Förderung und Pakt für Familien

In der ersten Hälfte der Legislaturperiode haben wir einen Schwerpunkt auf die frühkindliche Förderung gelegt. Ein Kernanliegen ist dabei die frühkindliche Sprachförderung, die wir seit dem Kindergartenjahr 2012/2013 deutlich ausgebaut haben. Durch das neue Gesamtkonzept der frühkindlichen Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf (genannt: „SPATZ“) werden erstmals alle Kinder mit Sprachproblemen ab dem ersten Kindergartenjahr bis zum Schuleintritt gefördert.

Auch der „Pakt für Familien mit Kindern“ dient dazu, die Bildungsgerechtigkeit zu verbessern. Die Landesregierung hat diesen Pakt im Dezember 2011 mit den kommunalen Spitzenverbänden geschlossen. Dadurch hat das Land seine Zuweisungen für die Betriebsausgaben bei der Kleinkindbetreuung 2012 und 2013 von 281 auf insgesamt 921 Millionen Euro massiv erhöht. Ab 2014 wird das Land inklusive Bundesmittel 68 Prozent an den Betriebsausgaben für die Kleinkindbetreuung übernehmen. Durch diese Unterstützung können die Kommunen die Kleinkindbetreuung erheblich vorantreiben. Darüber hinaus ermöglichen wir es mehr Menschen, die Erzieherinnenausbildung zu absolvieren.

Die Landesregierung hat außerdem die verbindliche Grundschulempfehlung abgeschafft und durch qualifizierte und vertrauensvolle Beratung der Eltern ersetzt. Grundschullehrkräfte und Eltern sind sich einig: Dieser Schritt hat für ein spürbar besseres Gesprächsklima, eine vertrauensvollere Zusammenarbeit und für weniger Ängste und Druck in den Familien und in der Schule gesorgt.

Die Gemeinschaftsschule stößt bei Eltern, Lehrkräften und in den Kommunen auf große Begeisterung.

Insgesamt steht das Land durch den starken Schülerrückgang vor erheblichen Herausforderungen. Wir haben jetzt mit der regionalen Schulentwicklung einen Schritt unternommen, der bereits vor Jahren hätte geschehen müssen. Damit soll nicht nur gesichert werden, dass die Jugendlichen auch im ländlichen Raum in erreichbarer Nähe alle Abschlüsse absolvieren können. Die regionale Schulentwicklung schafft auch langfristige Perspektiven für leistungsstarke und effiziente Schulstandorte mit ausreichend hohen Schülerzahlen, an denen die pädagogisch notwendigen Differenzierungen möglich sind.

Jetzt schon besuchen mehr als 8.000 Kinder die neu eingerichteten Gemeinschaftsschulen, an denen die Abschlüsse der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums erreichbar sind. Die Schülerinnen und Schüler bleiben trotz unterschiedlicher Begabungen zusammen, lernen gemeinsam, unterstützen sich gegenseitig, werden durch Erfolge motiviert und differenziert gefördert. Diese neue Schule und ihre Pädagogik stoßen bei Eltern, Lehrkräften und in den Kommunen auf große Begeisterung.

Mit unserem Schulversuch „G8/G9 – zwei Geschwindigkeiten zum Abitur“ kommen wir außerdem dem Wunsch vieler Eltern nach und bieten den Schülerinnen und Schülern an 44 Gymnasien einen neunjährigen Weg zum Abitur an. Und bei den beruflichen Gymnasien hat das Kulturministerium aufgrund der großen Nachfrage 100 zusätzliche Eingangsklassen eingerichtet. Zudem wurden neue, zukunftsweisende Profile entwickelt, beispielsweise „Umwelttechnik“, „Internationale Wirtschaft“ und „Gesundheit“.

Ausbau der Ganztagsschule

Jetzt kommt es vor allem darauf an, die Ganztagsschule weiterzuentwickeln und deren Ausbau voranzutreiben. Dies ist nicht nur wegen ihres hohen pädagogischen Wertes wichtig, sondern auch, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt daher zunächst auf dem Ausbau der Ganztagsgrundschulen.

Auch die Inklusion hat einen hohen Stellenwert für uns. Deshalb arbeitet das Kultusministerium mit Nachdruck daran, inklusive Bildungsangebote an allgemeinen Schulen umzusetzen und auszubauen. Wir werden Eltern ein Wahlrecht einräumen, ob ihre Kinder mit Behinderungen eine allgemeine Schule oder eine Sonderschule besuchen sollen. Gründlichkeit vor Schnelligkeit hat aber Vorrang. Vor einer Schulgesetzänderung müssen alle Aspekte gemeinsam mit den kommunalen Landesverbänden geklärt werden.

Und: Ein gerechtes Bildungssystem, das allen Schülerinnen und Schülern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft beste Bildungschancen bietet, ist ohne hervorragend ausgebildete Lehrkräfte nicht denkbar. Sie müssen auf die veränderten Anforderungen in der Schule, etwa die zunehmende Heterogenität, vorbereitet werden. Daher werden wir die Lehrerbildung weiter Schritt für Schritt verbessern.

 

Leni Breymaier auf dem Landesparteitag

 

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