Armutsgefährdung: Boos fordert sozialpolitisches Umdenken

Veröffentlicht am 16.10.2017 in Landespolitik

SPD-Generalsekretärin Luisa Boos hat anlässlich der Aktionswoche „Armut bedroht alle“ zu einem sozialpolitischen Umdenken in Politik und Gesellschaft aufgerufen. „Wenn fast 1,6 Millionen Menschen in Baden-Württemberg von Armut bedroht sind, dann stimmt das Mantra einfach nicht, dass es hier allen gut geht. Gerade die grün-schwarze Landesregierung mit dem Ministerpräsidenten an der Spitze blendet dieses Thema völlig aus“, so Boos.

Kritikwürdig sei vor allem, dass das Armutsrisiko für Migranten oder für alleinerziehende Eltern in Baden-Württemberg besonders hoch sei. „Es darf doch nicht wahr sein, dass man aufgrund seiner Herkunft oder aufgrund von Kindern automatisch armutsgefährdeter ist als andere. Da läuft was grundlegend falsch in unserem Land“, betonte Boos, die auch auf den brach liegenden Armuts- und Reichtumsbericht der letzten Landesregierung hinwies. „Es wäre schön, wenn Herr Kretschmann für die betroffenen Menschen so viel Herzblut aufbringen würde wie für seine Bienenvölker im Park der Villa Reitzenstein.“

 
 

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Leni Breymaier

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