Gute Wirtschaft - Soziales Baden-Württemberg

Emmendingen: Für SPD und Elrec-Kombeg steht Mensch im Mittelpunkt

Der SPD Kreisverband Emmendingen besichtigte im Rahmen der landesweiten Kampagne „Gute Wirtschaft – soziales Baden-Württemberg“ die Herbolzheimer Beschäftigungsgesellschaft Elrec-Kombeg gGmbH. Die Elrec entstand 1996 aus einem Zweckbetrieb der Caritas Emmendingen und fusionierte 2001 mit der kommunalen Beschäftigungsgesellschaft (KomBeG) um Langzeitarbeitslose besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren. 10 bis 15 Prozent schaffen dank Elrec-Kombeg wieder den Sprung in die Wirtschaft.

Dabei steht nicht nur die Integration in den 1. Arbeitsmarkt im Vordergrund, sondern auch die soziale Integration. “Das Selbstwertgefühl ist für jeden Menschen immens wichtig. Langzeitarbeitssuchende haben öfters gesundheitliche Probleme, da soziale Isolation in der Arbeitslosigkeit sich negativ auch auf den Körper auswirkt. Es ist uns daher wichtig, eine geregelte, sinnvolle Tagesstruktur sowie Möglichkeiten zu sozialen Kontakten zu organisieren. So versuchen wir zum Beispiel durch kunstpädagogische Angebote, die Betroffenen zu ermutigen“, erklärt Diplom-Pädagogin Luisa Lindenthal von der Elrec-Kombeg.

Um solche sozialen Firmen in ihrer Arbeit zu unterstützen sind auch Fördermittel notwendig. SPD-Kreisvorsitzender Dr. Johannes Fechner zeigt daher kein Verständnis, dass die Bundesregierung letztes Jahr Fördergelder gekürzt hat und der Kreistag mit 100.000 Euro zur Rettung der Beschäftigungsgesellschaft einspringen musste. „Menschen, die im Leben weniger Glück hatten, muss geholfen werden, den Einstieg in den Arbeitsmarkt wieder zu finden“, so Fechner.

Für weitere Fördergelder macht sich auch die Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle stark, die Sozialpolitikerin unterstützt daher die Bewerbung von Elrec-Kombeg und setzt sich für Gelder des Europäischen Sozialfonds (ESF) ein. Beim Punkt Gelderverteilung äußert SPD-Pressesprecher Raphael Pfaff schwere Bedenken, was eine Schuldenbremse betrifft: „Wenn wir nur noch den Gürtel enger schnallen statt in Bildung und Sozialbereiche zu investieren, bleiben viele auf der Strecke liegen. Um diese Menschen muss sich der Staat aber auch kümmern. Die Ablehnung der Schuldenbremse ist unabdingbar, da wir sonst nur noch größere Löcher zu stopfen haben.“

SPD-Ehrenkreisvorsitzender Dietrich Elchlepp warb für eine stärkere Präventionsarbeit. „Wir müssen mehr vorbeugen und nicht immer nur Fehler nachträglich reparieren Zudem ist es wichtig, Langzeitarbeitslosen eine Perspektive zu bieten und ihnen dabei neue Arbeitsfelder in der Gesellschaft zu erschließen, wie dies zum Beispiel durch die Sozialgenossenschaft SAGES eG in Freiburg für haushaltsnahe Dienstleistungen geschehen ist, wo ein ehemaliger Langzeitarbeitsloser heute der Geschäftsführer ist.“, argumentiert Elchlepp als Vorstand dieser Genossenschaft.

Elrec-Komberg Geschäftsführer Hannes Zuther stellte sein neues Projekt vor, den „Tafelgarten“. Dort werden in Sexau Kräuter, Obst und Gemüse angebaut und kostenlos an die Tafelläden übergeben. „Ein Projekt bei dem alle profitieren“, freut sich Zuther

Foto (von links): Pohlman, Dennis Özkan, Dietrich Elchlepp, Hannes Zuther, Luisa Lindenthal und Dr. Johannes Fechner


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