Gute Wirtschaft - Soziales Baden-Württemberg

Von der Schmiede zur Kommunikationstechnik: Josip Juratovic

Foto (v.l.): Kammerpräsident Ulrich Bopp, Bürgermeister Klaus Dieterich, Fritz Baumann, Josip Juratovic, Erhard Steinbacher, Betriebsberater bei der Handwerkskammer, Bernhard Baumann, Ralf Schnörr, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (Foto: Handwerkskammer)

Das Ohr an der Basis haben. Mit diesem Vorsatz ist die Kammerspitze im Herbst zum dritten Betriebsbesuchstag in diesem Jahr aufgebrochen. Vier Betriebe im südlichen Landkreis Heilbronn standen diesmal auf dem Programm. Begleitet wurde die Delegation vom Gundelsheimer Bundestagsabgeordneten Josip Juratovic. „Die Gespräche und der Erfahrungsaustausch an einem solchen Tag sind sehr wertvoll für meine Arbeit“, so der Politiker.

Als erstes gab die Hammerschmiede Baumann in Frauenzimmern einen Einblick in die Arbeit ihrer 30 Mitarbeiter. Dort gehörte auch Bürgermeister Klaus Dieterich zu den Gästen des Betriebsbesuchstags. Auf einer Fläche von rund 3.500 Quadratmetern werden hauptsächlich wellenförmige Stahlteile sowie Ring-, Lochscheiben und Stäbe, zum Beispiel für Getriebe, gefertigt. Bis zu zwei Tonnen schwer und drei Meter lang können die Stahlteile sein. Aber auch Teile zwischen einem und 200 Kilogramm werden bei Baumann bearbeitet. „Das ist ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Die ganz großen Schmieden fertigen Stahlteile erst ab 50 Kilogramm“, erklärt Bernhard Baumann. Aber nicht nur in Maschinen und Motoren sind Produkte von Baumann zu finden. Auch im Hamburger Michel oder in der Basilika auf dem Berg Tabor in Israel steckt echte Handarbeit aus Frauenzimmern.

Foto (v.l.): Erhard Steinbacher, Betriebsberater bei der Handwerkskammer, Kurt Breischaft, Josip Juratovic, Peter Breischaft, Kammerpräsident Ulrich Bopp, Ralf Schnörr, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (Foto: Handwerkskammer)

Auf Zusammenarbeit innerhalb der Familie basiert auch das Unternehmen Breischaft in Lauffen. Dachdeckermeister Kurt und sein Bruder Peter, der gelernter Kaufmann ist, leiten den Betrieb gemeinsam. Herausforderungen im betrieblichen Alltag gibt es genügend: die Suche nach guten Mitarbeitern, die Nachrüstung von Fahrzeugen für Umweltzonen, kommunalpolitische Themen wie die Sanierung der Lauffener Neckarbrücke. Kurt und Peter Breischaft engagieren sich und reden mit. In der Innung, im Gewerbeverein oder in der Bürgerinitiative zum Brückenbau. Und auch beim Betriebsbesuchstag nutzten sie die Chance in ungezwungener Runde mit einem Abgeordneten verschiedene Themen zu diskutieren.

Foto (v.l.): Kammerpräsident Ulrich Bopp, Heidrun Laib, Manfred Laib, Ralf Schnörr, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Josip Juratovic, Erhard Steinbacher, Betriebsberater bei der Handwerkskammer (Foto: Handwerkskammer)

Einen Bürsten- und Pinselmacherbetrieb kennenzulernen ist auch für Mitarbeiter einer Handwerkskammer etwas Außergewöhnliches. Beim Unternehmen Laib in Lauffen erfuhr die Delegation, dass man Bürsten nicht nur zum Haare kämmen und sauber machen verwenden kann. „In erster Linie stellen wir tatsächlich Bürsten für Kehrmaschinen her. Aber Bürsten können genauso an Türen zum Abdichten angebracht und zum schonenden transportieren von Gegenständen verwendet werden. Oder als Steckmasse für Messerblöcke“, erklärt Diplomingenieur Manfred Laib.

Foto (v.l.): Ralf Schnörr, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Erhard Steinbacher, Betriebsberater bei der Handwerkskammer, Matthias Heuler, Heidi Heuler, Klaus Heuler, Kammerpräsident Ulrich Bopp, Josip Juratovic (Foto: Handwerkskammer).

In Nordheim besuchte die Kammerspitze Fernmeldeanlagenelektronikermeister Klaus Heuler in seinem Betrieb. Er plant, installiert und wartet mit seinen 15 Mitarbeitern EDV- und Kommunikationsanlagen. Er musste in den vergangenen Jahren eine hohe Flexibilität an den Tag legen und seinen Betrieb und seine Leistungen an neue Techniken anpassen. Zu den besonderen Projekten gehört die Modernisierung der Informations- und Kommunikationstechnik an mehreren Bundeswehrstandorten. „Um diesen Auftrag zu bekommen mussten wir extra ein Qualifizierungsverfahren durchlaufen“ so Heuler. Ungewöhnlich waren auch die Arbeiten im Tunnel Heslach in Stuttgart. Die 72 Videokameras und Notrufeinrichtungen wurden allesamt während der Sperrung des Tunnels zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens installiert.


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